WIR in EUROPA

ERASMUS – Projekt der Albert-Schweitzer-Schule Aue – Bad Schlema

Trapani Februar 2026 (Italien)

Erfahrungsbericht Februar 2026: „Zen and the Art of School Gardening“ in Trapani (Sizilien/Italien) von Diana Legel und Lilly Illert Erfahrungsbericht Februar 2026: „Zen and the Art of School Gardening“ in Trapani (Sizilien/Italien) von Diana Legel und Lilly Illert Im Februar 2026 führte uns der Kurs „Zen and the Art of School Gardening“ nach Trapani auf Sizilien. Anders als im Sommer ist es dort im Winter zwar mild, aber auch sehr windig mit vereinzelt regnerischen Tagen. Bevor wir nach Trapani fuhren, ließen wir das zauberhafte und quirlige Palermo auf uns wirken. Die Begegnung und Interaktionen mit der Kursleiterin Federica und den anderen Kursteilnehmern in Trapani war sehr angenehm: Freundliche Gespräche und viele neue Erkenntnisse über die unterschiedlichen Lern- und Lebensweisen. Beim Kurs stand die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Wir begannen damit, achtsam Landschaften und Natur zu beobachten. Wir lernten und reflektierten über systemisches Denken und die Auswirkungen kleiner Aktivitäten für größere Zusammenhänge in Ökosystemen sowie Informationen zum nachhaltigen Garten- und Ackerbau. Auch das Thema Lebensmittelverschwendung begleitete uns einen Nachmittag. Zu den Aktivitäten gehörten das Beobachten eines lokalen kleinen Ökosystems, dem Park „Villa Regina Magherita“, das Erstellen eines Kalenders bzw. einer Jahreschallenge für die Schule zu nachhaltigen Verhaltensweisen, Ideen zur Ausgestaltung unseres eigenen Schulgartens und eines fächerübergreifenden Inhalts, der den Schulgarten einbezieht. Spannend war der gemeinsame Ausflug der Lerngruppe in das Bergdorf Erice und die Erkundung des historischen Berghanges Bosco Sacro di Erice, der vor Jahrhunderten von Einheimischen bewohnt wurde. Derzeit wird im Rahmen eines Naturprojektes beobachtet und untersucht, welche einheimischen Pflanzen und Neophyten dort wachsen und wie sich die Natur durch klimatische Veränderungen entwickelt. Der Ort Erice ist ein altertümliches Schmuckstück, mit engen Gassen, sakralen Bauten und freundlichen Einwohnern, die auch in den Wintermonaten die wenigen Touristen umsorgen. In die Kultur der Region in Nordwest Sizilien tauchten wir während unserer Erkundungen der Altstadt Trapanis und Marsalas, der Meersalz-Anlagen, sowie dem Genießen der lokalen Speisen und freundlichen Gespräche mit Einheimischen ein.

Soverato Oktober 2025 (Italien)

Erfahrungsbericht Oktober 2025: „Jobshadowing“ in Soverato (Italien) von Astrid Liebscher   Die Associazione Culturale Jump ist eine äußerst empfehlenswerte Erasmus-Organisation.Von Beginn an war zu spüren, dass das ganze Team mit großem Engagement daran arbeitet, interkulturelles Lernen lebendig und spannend zu gestalten. Gemeinsam mit Teilnehmenden aus ganz Europa nahm ich an einer Vielzahl von Aktivitäten teil, die alle von „Jump“ professionell, herzlich und mit viel Kreativität organisiert wurden: Z.B. Durchführung von „Mission Impossible“, einem abwechslungsreichen Teambildungs-Spiel im Freien. Hier wurde gleich zu Beginn das Eis gebrochen – wir lachten viel und bauten schnell gute Beziehungen auf. Oder ein inspirierendes Treffen mit Enza zum Thema ITALIEN ERLEBEN- Sprache, Kultur und Essen in der Region Kalabrien. Die Einheit zeigte die Vielfalt und Offenheit der Region – typisch italienisch: mit Leidenschaft für Essen und Austausch! In verschiedenen, lockeren Gesprächsrunden und Workshops lernten wir einerseits die Besonderheiten Süditaliens kennen, andererseits kamen die Bedarfe und Wünsche aller Teilnehmenden zur Sprache. Im Rahmen des Jobshadowings an der Schule Maria Ausiliatrice Soverato setzten wir uns konstruktiv mit dem italienischen Bildungssystem auseinander. Das Istituto Maria Ausiliatrice bietet Schulbildung vom Kindergarten bis zur Oberstufe, mit besonderem Schwerpunkt auf individuelle Förderung, respektvoller Gemeinschaft und der ganzheitlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Diese Ausrichtung beruht auf den erzieherischen Grundsätzen von Don Bosco und Maria Mazzarello. Besonders hervorzuheben ist die gelebte Inklusion: Das Institut legt großen Wert auf Integration, Persönlichkeitsentwicklung und soziale Aktivitäten, unter anderem durch lokale und internationale Projekte. Die Schule besteht aus mehreren Schulstufen: Krippe, Kindergarten, Grundschule sowie einer Sekundarstufe. ​Typisch für ein solches Institut in Süditalien ist eine Klassengröße von etwa 15 (Grundschule)bis 25 Schüler:innen (Oberschule) pro Klasse. Die Altersstruktur reicht vom Kleinkindalter (Krippe, ca. ab 1 Jahr) über die Primarstufe (6–11 Jahre) bis zur Sekundarstufe I (bis ca. 14–16 Jahre). Im Lehrerkollegium sind erfahrungsgemäß etwa 20 bis 30 Pädagog:innen für die verschiedenen Schulbereiche und Fächer tätig, darunter teils Schwestern der Ordensgemeinschaft und teils externe Lehrkräfte. Besonders beeindruckend waren die Einblicke in das Thema Inklusion und die Informationen zu lokalen sowie nationalen sonderpädagogischen Richtlinien.  

Juni 2025 Willemstad / Curacao (Niederlande)

Erfahrungsbericht Juni 2025: „Jobshadowing“ in Willemstad/Curacao (Niederlande) von Astrid Liebscher   Im Rahmen meines Erasmus-geförderten Job Shadowings hatte ich vom 23. bis 27. Juni 2025 die Gelegenheit, die Schröderschool in Willemstad auf Curaçao kennenzulernen. Es handelt sich um eine private Grundschule mit rund 300 Schülerinnen und Schülern. Die Schule umfasst die Jahrgänge 1 bis 8. Der Schuleinstieg beginnt in dieser Schule bereits mit Kindern im Alter von ca. 2,5 bis 3 Jahren (Jahr 1), und der Schulabschluss erfolgt im Jahr 8 mit etwa 12 bis 13 Jahren. In den einzelnen Klassen lernen durchschnittlich 20 bis 25 Kinder. Während meines Aufenthaltes konnte ich vielfältige Eindrücke vom pädagogischen Alltag an der Schule gewinnen. Zwei sehr engagierte Schüler*innen aus der 7. Klasse führten mich durch das gesamte Schulgelände und präsentierten mir alle Klassenräume und Fachbereiche. Im Anschluss hatte ich die Möglichkeit, jeweils einen ganzen Unterrichtstag in den Jahrgangsstufen 3 und 4 zu hospitieren. Dabei erhielt ich nicht nur Einblick in die Unterrichtsmethoden, sondern auch in den sozialen Umgang, die Struktur des Schultages sowie die Materialien, die im Unterricht zum Einsatz kommen. Besonders bereichernd war meine Mitarbeit im Fachbereich Kunst. Die Fachlehrerin bezog mich in mehrere ihrer Stunden ein, sodass ich den Kunstunterricht in verschiedenen Jahrgangsstufen miterleben und mitgestalten durfte. Ein besonderes Highlight meines Aufenthaltes war die Mitwirkung an der Vorbereitung einer Abschlussshow der 8. Klassen. Hier konnte ich erleben, wie kreativ, vielfältig und engagiert die Schüler*innen und Lehrkräfte gemeinsam auf ein solches Projekt hinarbeiten. Ich bin sehr dankbar für diese wertvolle Erfahrung. Das Job Shadowing hat mir nicht nur fachliche Impulse gegeben, sondern auch meine Perspektive auf Schulorganisation, interkulturelle Kommunikation und pädagogische Vielfalt erweitert. Die offene und herzliche Aufnahme durch das gesamte Schulteam sowie die Schüler*innen der Schröderschool war beeindruckend und inspirierend. Ich danke der Nationalagentur herzlich für die Möglichkeit, dieses Job Shadowing im Rahmen von Erasmus+ durchführen zu können. Pädagogische und didaktische Kompetenzen Einblick in alternative Unterrichtsmethoden erhalten, z. B. spielerisches und projektorientiertes Lernen in Jahrgangsstufen 3 und 4. Beobachtung von Klassenführung und Differenzierung: Wie gehen Lehrkräfte mit heterogenen Gruppen um, wie strukturieren sie ihren Unterricht in altersgemischten Settings? Ideen für kreative Unterrichtsgestaltung gesammelt, z. B. im Kunstunterricht oder durch die Vorbereitung der Abschlussshow. Neue Impulse für kreative Abschlussprojekte mitgenommen (z. B. Bühnenarbeit, Performance, Schülerbeteiligung). Interkulturelle Kompetenz Verständnis für kulturelle Vielfalt im Schulalltag erweitert – Curaçao ist ein mehrsprachiger, kulturell gemischter Raum. Toleranz und Offenheit gestärkt, besonders im Umgang mit Kindern aus unterschiedlichen sprachlichen und sozialen Hintergründen. Vergleich der Schulorganisation und -kultur mit der in Deutschland – z. B. frühere Schulzeiten, andere Tagesstrukturen, Unterrichtsstile. Soziale und kommunikative Fähigkeiten Empathie und Sensibilität im pädagogischen Kontext geschärft – insbesondere durch das Hospitieren in verschiedenen Altersstufen. Beziehungsarbeit beobachtet und reflektiert, z. B. wie Lehrerinnen mit Schülerinnen auf Augenhöhe kommunizieren. Führung durch Schüler*innen erlebt – was die Perspektive gewechselt und dich neue Formen von Partizipation hat sehen lassen. Fachliche Kompetenzen im künstlerischen Bereich Künstlerisch-praktische Anregungen im Kunstunterricht erhalten (Materialeinsatz, thematische Gestaltung, freies Arbeiten). Projektarbeit im Kunstkontext erlebt: Von der Idee bis zur Bühnenumsetzung bei der Abschlussshow. Reflexionsfähigkeit & Professionalisierung Reflektieren der eigenen Rolle als Lehrkraft in einem internationalen Kontext. Neue Perspektiven auf Lernen, Schule und Kindheit gewonnen, z. B. durch frühkindliche Bildung ab 2,5 Jahren. Eigene Methoden kritisch hinterfragt und erweitert – was davon würde ich in meinem Schulalltag anpassen oder übernehmen? Erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten im Rahmen des Job Shadowings   Durch die Teilnahme am Job Shadowing an der Schröderschool in Willemstad habe ich vielfältige neue Kenntnisse und Kompetenzen erworben und bestehende Fähigkeiten gezielt weiterentwickelt. Im pädagogisch-didaktischen Bereich konnte ich neue Methoden des kindgerechten, spielerischen und projektorientierten Unterrichts beobachten und reflektieren. Besonders die Hospitation in den Jahrgangsstufen 3 und 4 hat mir Einblicke in alternative Formen der Klassenführung, Differenzierung und Unterrichtsgestaltung gegeben. Die kreative Unterrichtsatmosphäre sowie die eigenständige Arbeitsweise der Schülerinnen und Schüler haben mich inspiriert, einzelne Elemente in meinen eigenen Unterricht zu integrieren. Im Kunstunterricht konnte ich zusätzlich fachliche Impulse mitnehmen – sowohl hinsichtlich der eingesetzten Materialien als auch in Bezug auf Themenwahl, Präsentation und kreative Ausdrucksformen. Die Mitwirkung an der Vorbereitung der Abschlussshow der 8. Klassen war für mich eine wertvolle Erfahrung in projektorientierter Arbeit und Teamarbeit über Klassenstufen hinweg. Im interkulturellen Bereich habe ich mein Verständnis für kulturelle Vielfalt, Mehrsprachigkeit und unterschiedliche Bildungsbiografien erweitert. Der Schulalltag auf Curaçao ist durch eine hohe Diversität geprägt, was mich für Themen wie Toleranz, Inklusion und kulturelle Sensibilität weiter sensibilisiert hat. Auch meine sozialen und kommunikativen Fähigkeiten wurden gestärkt – sei es durch die enge Zusammenarbeit mit Lehrkräften, durch die Führung der Schule durch zwei Siebtklässlerinnen oder durch die offene Kommunikation mit Schülerinnen aller Altersstufen. Besonders bereichernd war es, zu erleben, wie vertrauensvoll und respektvoll der Umgang zwischen Lernenden und Lehrkräften gestaltet wird. Abschließend hat mich diese Mobilität nicht nur fachlich, sondern auch persönlich bereichert. Ich habe meine Rolle als Lehrkraft neu reflektiert, neue Perspektiven auf Schule und Lernen gewonnen und wurde darin bestärkt, offen für neue Impulse zu bleiben und meinen eigenen Unterricht kontinuierlich weiterzuentwickeln. Durch die Teilnahme am Job Shadowing an der Schröderschool in Willemstad habe ich vielfältige neue Kenntnisse und Kompetenzen erworben und bestehende Fähigkeiten gezielt weiterentwickelt. Im pädagogisch-didaktischen Bereich konnte ich neue Methoden des kindgerechten, spielerischen und projektorientierten Unterrichts beobachten und reflektieren. Besonders bereichernd war meine Mitarbeit im Fachbereich Kunst. Die Fachlehrerin bezog mich in mehrere ihrer Stunden ein, sodass ich den Kunstunterricht in verschiedenen Jahrgangsstufen miterleben und mitgestalten durfte. Ein besonderes Highlight meines Aufenthaltes war die Mitwirkung an der Vorbereitung einer Abschlussshow der 8. Klassen. Hier konnte ich erleben, wie kreativ, vielfältig und engagiert die Schüler*innen und Lehrkräfte gemeinsam auf ein solches Projekt hinarbeiten. Ich bin sehr dankbar für diese wertvolle Erfahrung. Das Jobshadowing hat mir nicht nur fachliche Impulse gegeben, sondern auch meine Perspektive auf Schulorganisation, interkulturelle Kommunikation und pädagogische Vielfalt erweitert. Die offene und herzliche Aufnahme durch das gesamte Schulteam sowie die Schüler*innen der Schröderschool war beeindruckend und inspirierend. Reflexion zu Lernergebnissen und Herausforderungen Besonders positiv habe ich die eigenverantwortliche Beteiligung der Schülerinnen erlebt – beispielsweise bei der Schulführung durch Siebtklässlerinnen oder bei der engagierten Umsetzung der Abschlussshow. Die Schule legt großen Wert auf

Graz Mai 2025 (Österreich)

Erfahrungsbericht Mai 2025: Graz von unseren Schülern   Sonntag-11.05.25 Am Sonntag früh ging es für uns los – nach Österreich. Wir haben uns 05:30 Uhr an unserer Schule getroffen und sind um 06:00 Uhr losgefahren. So gegen 09:00 Uhr haben wir unsere erste 30-minütige Pause gemacht. Wir sind ohne Probleme über die Grenze gekommen. Danach gab es noch eine 15-minütige Pause und dann sind wir bis an das Ziel durchgefahren. Ca. um 15:00 Uhr haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben unsere Schlüssel bekommen und unsere Zimmer angeschaut, danach haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht und haben Eis gegessen. Gegen 18:00 Uhr gab es Abendessen und danach ging es für ein paar von uns noch in den Pool, dann war der erste Tag auch schon geschafft. von Cora Hecker  /Elona  Behrami  /Sacha Lämmel Montag 12.5.2025 Heute waren wir in der Bäckerei Hubmann und haben einen kleinen Rundgang bekommen. Es war sehr interessant und schön. Dann waren wir Mittagessen, im Internat, es gab Reis mit Hähnchen – empfehlen wir nur weiter. Danach haben wir ein Rundgang durch die Schule bekommen und haben viele interessante Sachen gesehen. Anschließend waren wir auf der Kreuzbergwarte, es war wirklich sehr schön und Höhenangst war auch da.Nach diesem Ereignis hatten wir 2 Stunden Freizeit im Motorikpark Gamlitz, wo man auch baden hätte gehen können und spielen konnte. Um 18:30 Uhr gab es wieder Abendessen. von Celine Zechel / Leonie  Seidel/ Noel Schlüter Dienstag.13.5.2025 Wir sind um 07:20 Uhr aufgestanden, danach haben wir uns frisch gemacht und sind zum Frühstück gegangen. Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg zur Landesberufsschule in Mureck gemacht. Dort haben wir uns verschiedene Berufsgruppen im Schwerpunkt Metall angesehen, es war sehr interessant und wir haben viele Sachen kennengelernt.Wir durften eine kleine Figur und ein Auto aus Metall herstellen. Um 12:00 Uhr haben wir dort Mittag gegessen und sind danach zur Landesberufsschule Bad Radkersburg gefahren. Da haben wir uns die verschiedenen Bereiche im Einzelhandel und in der Pflege angesehen.Wir durften Schokolade verkosten und Pflegeprodukte austesten. Außerdem durften wir uns am Anfang ein Beispiel eines Verkaufsgespräches ansehen. Wir sind dann kurz vor 16:00 Uhr am Hotel gewesen und haben uns dort frisch gemacht. Um 16:40 Uhr haben wir uns am Bus getroffen und sind zum Schloss Seggau gefahren. Dort haben wir viele interessante Dinge gesehen, z. B. verschiedene Galerien, eine Riesen Glocke und vieles mehr. Am Anfang haben wir viele Informationen über die Burg und deren Geschichte erhalten. Anschließend sind wir vom Schloss losgefahren und haben uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht, als wir dort ankamen haben wir ca. 10 min später zu Abend gegessen. Es gab eine leckere Hausgemachte Lasagne und eine leckere Alternative. Danach haben einige noch Karten gespielt oder manche sind bereits in ihre Zimmer gegangen. Um 21:40 Uhr sind dann alle in ihre Zimmer gegangen und haben sich Bett fertig gemacht. von Jamie Kurth / Sedrik Friedrichs MIttwoch 14.05.25 Zuerst sind wir aufgestanden und haben gefrühstückt, danach sind wir nach Graz gefahren. Wir haben uns verschiedene Sehenswürdigkeiten angeschaut, z. B.: die Wende-Treppe, das Mausoleum und den Stollen durch den Berg. Wir sind später auch noch die steile Treppe zum Uhrturm hochgewandert. Das 4D Kino hat uns anschließend durch Graz fliegen lassen, dass fanden wir mit am besten!Danach sind wir auch noch eine steile Rutsche hinuntergerutscht, die durch den Berg ging, das war sehr aufregend, aber schön! Als wir mit dem Rutschen fertig waren, sind wir zu einer Berufsvorbereitung namens „Talente Center“ gewandert, das war zwar anstrengend, aber toll erklärt! Wir sind dann in Gruppen eingeteilt wurden und durften, für 2 Stunden, alleine durch Graz spazieren und shoppen gehen, das war unser Lieblingsteil des Tages. Danach gab auch schon wieder Abendessen in einem italienischen Restaurant, wir haben Pizza gegessen. Anschließend sind wir noch zur Mur Insel, wo unser Bus schon auf uns gewartet hat. von Antonia Unger/ Jason Halang/ Nick Oeser Donnerstag 15.05.25 Zuerst hieß es für uns 07:00 Uhr aufstehen, um 07:30 Uhr ging es für uns zum Frühstück. Wir sind zur LBS-Eibiswald gefahren, die Elektrotechnik Berufsschule in Eibiswald. Dort haben wir uns die Klassenzimmer und die Schule angesehen. Wir wurden in 3 Gruppen aufgeteilt. Anschließend durften wir in den Lehrlingsklassen einiges ausprobieren. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Gegen 12:00 Uhr gab es Mittagessen in der Cafeteria, danach sind wir ca. 14:00 Uhr in die Kürbiskern Ölmühle Hartlieb gefahren. Das war sehr lecker und interessant. Am späten Nachmittag sind wir wieder im Hotel angekommen und haben ein letztes Gruppenfoto vor dem Hotel gemacht. Jetzt konnten wir bis 18:00 Uhr Rommé oder Skip-Bo spielen. Einige sind durch die Stadt spaziert. Um 18:00 Uhr gab es Abendessen.  von Lenny Gärtner/Jerome Schumann/ Phil Frickmann  Freitag, 16.5.25 Wir sind gegen 08:00 Uhr aufgestanden, haben unsere Sachen gepackt und haben uns alle fertig gemacht. Eine halbe Stunde später gab es leckeres Frühstück – wie die ganze Woche über. Gegen 10:00 Uhr war die Abfahrt vom Hotel „Römerhof“ in Leibnitz zurück nach Hause. Eine erste Pause haben wir 13:00 Uhr bis 13:45 Uhr gemacht. Am Abend (ca. 17:50 Uhr) haben wir dann die zweite Pause gemacht und haben gleich Abendbrot bei „McDonald’s“ gegessen. Gesund und munter waren wir ca.  gegen 19:40 Uhr wieder in Aue an der Schule angekommen. 

April 2025 Trapani – Sizilien (Italien)

Erfahrungsbericht April 2025: „Yoga and Meditation for Educators: be a great teacher, be your Best Self“ in Trapani – Sizilien (Italien) von Cornelia Kröber, Anke Drechsel, Romana Hetzel, Janet Uhlig und Ina Zimmermann Im Rahmen des Erasmus+-Projekts hatten wir die wunderbare Gelegenheit, eine Woche in Trapani, einer malerischen Stadt an der Westküste Siziliens, zu verbringen. Wir, das waren 5 Kolleginnen unserer Schule, die gemeinsam sich auf das Abenteuer in den Osterferien eingelassen hatten. Dort nahmen wir am Kurs „Yoga and Meditation for Educators: be a great teacher, be your Best Self“ teil. Ziel des Aufenthalts war es, neue Methoden zur Förderung von Entspannung und Selbstwahrnehmung kennenzulernen und diese in den schulischen Alltag zu integrieren. Der Kurs bot uns eine einzigartige Gelegenheit, sowohl beruflich als auch persönlich zu wachsen. Doch der Aufenthalt bot weit mehr als nur fachlichen Input – er war eine Reise voller Eindrücke, Begegnungen und persönlicher Entwicklung. Teilnahme am Yogakurs Ein zentrales Element des Programms war die tägliche Teilnahme an einem Yogakurs. Unter der Anleitung einer erfahrenen Trainerin lernten wir verschiedene Techniken zur körperlichen und geistigen Entspannung kennen. Schwerpunkt lag auf dem Zusammenhang zwischen Yoga, emotionalem Wohlbefinden und Resilienz im schulischen Kontext. Die Übungen zielten auf Achtsamkeit, Stressabbau und emotionale Balance ab, wobei auch Techniken zur kindgerechten Vermittlung von Yoga und Meditation vorgestellt wurden. Die morgendlichen Einheiten unter freiem Himmel – mit Blick auf das glitzernde Mittelmeer – waren nicht nur wohltuend, sondern auch inspirierend. Besonders wertvoll war der Austausch darüber, wie diese Übungen altersgerecht in den Unterricht integriert werden können. Techniken zur Selbstwahrnehmung und Unterrichtsanwendung Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Schulung der Selbstwahrnehmung – sowohl für uns selbst als auch im Hinblick auf unsere Schülerinnen und Schüler. Durch gezielte Übungen und Reflexionsphasen lernten wir, wie Achtsamkeit und innere Ruhe gefördert werden können. Besonders hilfreich waren die praxisnahen Anleitungen zur Umsetzung im Unterricht, die wir direkt mit nach Hause nehmen konnten. Wunderschöne Landschaft und Ausflüge Trapani selbst verzauberte uns mit seiner charmanten historischen Altstadt, der barocken Architektur, den engen Gassen und der Nähe zum Meer. Ein Highlight war der Ausflug zur traditionellen Salzmühle, wo wir mehr über die jahrhundertealte Salzgewinnung erfuhren und die beeindruckenden Salzbecken bestaunen konnten. Auch der Besuch am Strand durfte nicht fehlen – das türkisfarbene Wasser und der feine Sand luden zum Verweilen und Durchatmen ein. Auch die kulinarische Vielfalt Siziliens hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die regionalen Spezialitäten, insbesondere das hausgemachte Gelato waren ein tägliches  Highlight. Gemeinsames Lernen und neue Freundschaften Neben den fachlichen Inhalten stand der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. In kleinen Gruppen arbeiteten wir mit Teilnehmenden aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen, tauschten Erfahrungen aus, lernten Bildungssysteme kennen und entwickelten gemeinsam Unterrichtskonzepte. Dabei entstanden nicht nur neue Ideen, sondern auch echte Freundschaften, die über Landesgrenzen hinweg verbinden. Vielleicht können daraus neue Kooperationen zwischen den Schulen wachsen. Während unseres Aufenthaltes erreichte uns die Nachricht vom Tod des Papstes, ein Ereignis, das weltweit große Anteilnahme hervorrief. In Trapani durften wir einen bewegenden Trauergottesdienst mit der örtlichen Bevölkerung erleben. Diese Zeremonie, geprägt von Stille, Musik und Gebet, verlieh der Reise eine tiefere spirituelle Dimension. Eine besondere Begegnung: Der sprechende Papagei Ein unerwartetes, aber umso amüsanteres Erlebnis war die Begegnung mit einem sprechenden Papagei, der in einem kleinen Restaurant lebte. Besonders bemerkenswert: Der Papagei schien eine Vorliebe für das Lachen unserer Kollegin Romana zu haben – er reagierte auf ihre Stimme mit fröhlichem Geplapper und imitierte sogar einige ihrer Lachanfälle. Ein Moment, der uns alle zum Lachen brachte und den wir sicher nicht so schnell vergessen werden. Unser Fazit: Der Aufenthalt in Trapani war eine ganzheitlich bereichernde Erfahrung auf vielen Ebenen. Wir kehren nicht nur mit neuen pädagogischen Impulsen und konkreten Methoden für den Unterricht zurück, sondern auch mit kulturellen Eindrücken, menschlichen Begegnungen, Momenten der inneren Ruhe, mit einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl, neuen Freundschaften und vielen unvergesslichen Erinnerungen. Die Kombination aus Lernen, beruflicher Fortbildung, Entspannung und kulturellem Austausch machte diese Woche zu einem echten Highlight im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts. Es ist ein wertvoller Bestandteil lebenslangen Lernens. Danke an alle, die diese Reise möglich gemacht und mit Leben gefüllt haben. Wir nehmen viele wertvolle Erinnerungen mit. Wir sagen: Gern einmal wieder! Cornelia Kröber, Anke Drechsel, Romana Hetzel, Janet Uhlig und Ina Zimmermann

100.000 mal unterwegs mit Erasmus+

Jugendliche aus Sachsen besuchen Ende März ihre französische Partnerschule. Ihr Austausch ist die 100.000ste Lernmobilität im Schulbereich in Deutschland. Elona ist begeistert von der Hofpause am Collège Ampère in Oyonnax: „Cool, wie in einem französischen Film“, sagt sie. Ein Mitschüler freut sich darüber, dass er dort zwei Jungen kennengelernt hat, die wie er kosovarische Wurzeln haben. Anne aus Klasse 8 ist glücklich, dass sie neue Leute kennenlernen kann, Französisch gehört hat und auch ein bisschen Englisch spricht. Die Jugendlichen sind Teil einer Gruppe von 15 Schülerinnen und Schülern der Albert-Schweitzer-Schule Aue (Sachsen), die gerade in der Region Auvergne-Rhône-Alpes in Frankreich sind. Unter dem Motto „Glück auf en France“ besuchen sie gemeinsam mit drei Begleitlehrkräften das Collège Ampère in Oyonnax. Um den Austausch möglichst nachhaltig zu organisieren, sind sie mit einem Bus angereist. Neben Hospitationen und der gemeinsamen Projektarbeit im Unterricht stehen Exkursionen in die Umgebung auf dem Programm. Der Gruppenaustausch der Förderschule ist die 100.000ste Lernmobilität in Deutschland, die seit Start des EU-Programms 2021 aus Mitteln der Europäischen Union unterstützt wird.  Reisen ins Ausland? Eine Ausnahme Schulleiterin Katja Neubauer ist begeistert: „Genau das habe ich mir für unsere Jugendlichen gewünscht und diese Chance wollte ich ihnen unbedingt geben – denn ein großer Teil unserer Schülerinnen und Schüler stammt aus Familien in angespannten sozio-ökonomischen Verhältnissen. Reisen ins Ausland und Begegnungen mit anderen Kulturen stellen die Ausnahme dar. Für mich ist unsere Teilnahme am Erasmus-Projekt deshalb ein Schritt in Richtung Teilhabe und Inklusion. Ich bin dankbar, dass wir so auch als Förderschule die Möglichkeit haben, Schülerinnen und Schülern interkulturelle Lernmomente zu ermöglichen.“ Inklusiver Austausch benötigt ausreichende Finanzierung Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz Simone Oldenburg (Mecklenburg-Vorpommern) unterstreicht diese Ansicht: „Das Programm Erasmus+ steht auch für Chancengerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und eine Kultur der Vielfalt. Ich freue mich, dass die 100.000ste Lernmobilität von einer Förderschule durchgeführt wird“, so Ministerin Simone Oldenburg. Dies zeige, dass Erasmus+ seinen inklusiven Anspruch einlöse und Europa für alle erlebbar mache, indem es gezielt Schulen im ländlichen Raum und Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf einbeziehe. Dabei soll es auch in Zukunft bleiben. „Damit Europa für mehr dieser Schulen erlebbar wird, müssen wir dieser Priorität in der Programmgeneration ab 2028 allerdings einen noch prominenteren Platz einräumen als bislang. Die EU-Kommission muss dazu ausreichend finanzielle Mittel bereitstellen.“    Quellen: https://erasmusplus.schule/news/100000mal-unterwegs-mit-erasmus

Oyonnax März 2025 (Frankreich)

Unsere erste Schulfahrt im Rahmen des Erasmus+-Programms begann in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 0:30 Uhr. Trotz der frühen Abfahrtszeit waren alle vollen Vorfreuden auf die bevorstehende Woche in Frankreich. Ziel unserer Reise war die Stadt Oyonnax, wo wir das Collège Ampère besuchen durften. Am Montag starteten wir direkt mit einer ausführlichen Schulführung. Diese wurde von einer 9. Klasse organisiert, die uns das gesamte Schulgelände zeigte und uns einen Einblick in ihren Schulalltag gab. Im Anschluss daran nahmen wir an einer Stadtführung durch Oyonnax teil. Besonders beeindruckend waren die zahlreichen Wandbilder und optischen Illusionen, die das Stadtbild auf kreative Weise prägten. Ein weiteres Highlight des Tages war der Ausflug zum Geniner See, dessen schöne Landschaft für eine entspannte Atmosphäre sorgte. Der Dienstag stand ganz im Zeichen von Kommunikation und Sprache. In der Schule nahmen wir an verschiedenen Spielen teil, die unsere Teamfähigkeit stärkten und uns halfen, erste Grundlagen der französischen Sprache zu erlernen. Dabei wurde viel gelacht, und Hemmungen im Umgang mit einer fremden Sprache konnten schnell abgebaut werden. Am Mittwoch unternahmen wir einen Tagesausflug nach Lyon. Dort erwarteten uns zahlreiche Sehenswürdigkeiten sowie eine spannende Stadtführung. Die Größe und Vielfalt der Stadt hinterließen bei allen einen bleibenden Eindruck. Der Donnerstag war bereits unser letzter voller Tag in Oyonnax. In der Schule nahmen wir an einem Abschlussquiz teil, vertieften nochmals unsere Französischkenntnisse und spielten gemeinsam verschiedene Spiele. Außerdem erhielten wir durch eine Hospitation einen weiteren Einblick in den französischen Unterricht. Am Nachmittag besuchten wir das Collège Louis Lumière, wo wir an einem Back Kurs teilnahmen. Dies war nicht nur lehrreich, sondern machte auch besonders viel Spaß und rundete die Woche gelungen ab. Am Freitag traten wir schließlich die Heimreise an, die insgesamt 13 Stunden dauerte. Trotz der langen Fahrt blickten wir alle auf eine ereignisreiche und unvergessliche Woche zurück. Besonders wertvoll waren die vielen neuen Freundschaften, die während dieser Zeit entstanden sind. Durch den Austausch mit den französischen Schülerinnen und Schülern konnten wir nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch viel über eine andere Kultur lernen. Der respektvolle Umgang miteinander, das gemeinsame Lernen und die zahlreichen Aktivitäten stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe und förderten unsere sozialen Kompetenzen. Diese Erfahrungen werden uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. „Schüler aus Aue besuchen neue Partnerschule…“ 15 Schüler der Albert-Schweitzer-Schule Aue besuchten im März 2025 eine neue Partnerschule in Oyonnax, Frankreich. Der Austausch wurde durch das Erasmus-Programm finanziert und ermöglichte insbesondere Förderschülern internationale Erfahrungen. Die Partnerschaft entstand anlässlich des 150. Geburtstags von Albert Schweitzer. Die Schüler nahmen am Unterricht teil und kommunizierten in Deutsch, Französisch und Englisch. Ein Gegenbesuch der französischen Schüler im Erzgebirge ist für das kommende Frühjahr geplant. Die Schule möchte langfristig weitere internationale Partnerschaften aufbauen. Erfahren Sie mehr unter: https://www.freiepresse.de/erzgebirge/aue/schueler-aus-aue-besuchen-neue-partnerschule-in-frankreich-artikel13764493 Quellen: Instagram – „kmkpad“ https://www.kmk-pad.org/im-fokus/aktuelles/detailansicht/frankreich-austausch-knackt-100000er-marke

Wie eine Schule im Erzgebirge zu Albert-Schweitzers Namen kam und wie Lehrer und Schüler das heute feiern

Die Albert-Schweitzer-Förderschule in Aue feiert 2025 den 150. Geburtstag ihres Namensgebers und bereitet sich auf das 60-jährige Namensjubiläum 2026 vor. Höhepunkte sind Projekttage zu Albert Schweitzer, ein Vortrag eines Schildkrötenschützers, eine neue Schulbibliothek und der Aufbau einer Partnerschaft mit einer französischen Schule. Erfahren Sie mehr unter: https://www.freiepresse.de/erzgebirge/aue/wie-eine-schule-im-erzgebirge-zu-albert-schweitzers-namen-kam-und-wie-lehrer-und-schueler-das-heute-feiern-artikel13663682

Auf Umwelt Mission im Erzgebirge

Ard Vreugdenhil, Leiter der Organisation Sea Turtle Conservation Curaçao, besucht Schulen im Erzgebirge, um über den Schutz von Meeresschildkröten aufzuklären. In seinen Vorträgen zeigt er die Bedrohung durch Plastikmüll, berichtet von Rettungsaktionen und erklärt die Bedeutung der Schildkröten für das Ökosystem. Sein Ziel ist es, Mitgefühl und Umweltbewusstsein zu fördern. Der Kontakt zur Region entstand über eine Auer Lehrerin. Vreugdenhil plant auch ein Aufklärungszentrum für Touristen auf Curaçao und wird im Juni bei der UN-Ozeankonferenz sprechen. Erfahren Sie mehr unter: https://www.freiepresse.de/erzgebirge/aue/auf-umwelt-mission-im-erzgebirge-womit-ein-schildkroetenmann-aus-curacao-schueler-beruehren-will-artikel13680993

Narva Februar 2025 (Estland)

Erfahrungsbericht Februar 2025: „Jobshadowing“ am Narva Eesti Gümnaasium von Lilly Illert   Mein 1. Jobshadowing führte mich nach Narva in Estland, denn dort kenne ich einen estnischen Geschichtslehrer. Narva liegt an der Grenze zu Russland und ist das Zentrum der russischsprachigen Minderheit in Estland, d.h. die russische Sprache und Kultur sind in dieser Stadt und damit auch im Schulleben sehr präsent. Ich freute mich auf das Wiedersehen und war gespannt den Schul- und Berufsalltag meines Bekannten hautnah mitzuerleben. Estland ist bei der PISA-Studie immer vorn dabei und ein Fortschrittsland hinsichtlich der Digitalisierung.     Was macht das estnische Schulsystem anders?     Das Gymnasium in Narva ist eine Staatsschule, d.h. sie wird nicht von der Stadt oder Gemeinde verwaltet und finanziert, sondern vom Staat Estland. Die Schule wurde vor 2 Jahren eröffnet und als Teil der estnischen Schulreform gebaut.   Ich habe den Unterricht zwei Tage am Gymnasium und einen Tag an der Grundschule begleitet. Hospitiert habe ich im Geschichts-, Mathe-, Englisch- und Deutschunterricht. Der Schultag beginnt meist 8:30 Uhr und kann durch obligatorische und fakultative Angebote und Aktionen mitunter bis 16 Uhr dauern. Der Schultag an sich ist sehr flexibel gestaltet. Es gibt kein Stundenklingeln und die Übergänge zwischen den Stunden sind recht fließend. So ist es keine Seltenheit, dass ein/e Schüler*in später kommt oder eher geht oder, dass tlw. auch entschieden wird eine Stunde nicht zu besuchen, weil eine andere Aufgabe gerade wichtiger ist. Besonders am Gymnasium bemerkt man, dass der Unterricht auf dem Prinzip des Selbstverantwortlichen Lernens basiert. Die Organisation des Lernens hat mich sehr an (mein) Studium erinnert, bei dem man ja auch recht frei entscheiden kann, was und wie man lernt. Auch in der Grundschule (Kl. 1-9) wird versucht den Schüler*innen dieses Prinzip in angepasster Form nahezubringen. Inhalt, der verpasst wurde, muss natürlich nachgeholt werden. Wer aber z.B. schneller mit einer Aufgabe/Ausarbeitung fertig ist, kann den Unterricht schon verlassen, um anderweitig weiterzuarbeiten. Der Inhalt wird meist in kleinen gebundenen Heften festgehalten für deren Führung die Schüler*innen selbst verantwortlich sind. Der Lehrer kontrolliert ggf. am Ende der Stunde die Aufzeichnungen. Wichtig ist, dass die Lernzielkontrolle am Ende die erforderliche Qualität aufweist. Es besteht jedoch auch immer die Möglichkeit nach einem Feedback eine verbesserte Variante erneut einzureichen. Wann sie ihre Kontrolle ablegen möchten, kann tlw. von den Schüler*innen entschieden werden. Die Bewertung der Lernzielkontrollen erfolgt nicht ausschließlich in Noten, sondern auch in Prozent. Wer Lücken aufweist, hat die Chance in Konsultationsstunden daran zu arbeiten. Im „schlimmsten“ Fall muss man 1-2 Wochen in den Sommerferien in die Schule kommen. Die Methoden, die ich beobachten konnte, waren recht simpel und eher aus dem Frontalunterricht, dennoch erschienen die Schüler*innen sehr aktiv. Die Tafelbilder waren sehr überblickshaft. Der Einsatz digitaler Medien im Unterricht war unterschiedlich, aber eine kleine Präsentation wurde immer genutzt. Auch wenn der Unterricht in vielen Fällen sehr fortschrittlich zu beobachten war, birgt der hohe Grad an Selbstverantwortung natürlich auch Potenzial für Unruhe und Unaufmerksamkeit. So war es nicht selten zu beobachten, dass Schüler*innen am Handy spielten, das Klassenzimmer für längere Zeit verließen oder mit ihren Klassenkamerad*innen quatschten, so dass ich mir von der Lehrkraft an der ein oder anderen Stelle ein direkteres Eingreifen vorgestellt hätte. Die Schulleiterin der Grundschule teilte mir im Gespräch mit, dass sich das Schulsystem sehr an Skandinavien orientierte, aber einige Umsetzungen nun auch wieder in Kritik geraten.            Besonders positiv bleibt mir dennoch die flexible und entspannte Lernatmosphäre in Erinnerung. Unterrichtsgespräche zwischen Lehrer*in-Schüler*in und Schüler*in-Schüler*in waren sehr zwanglos. (Es muss sich z.B. nicht gemeldet werden. Es gibt keine feste Sitzordnung.) Die Lehrkraft hatte während Arbeitsphasen genug Zeit, um einzelne Schüler*innen gezielt zu unterstützen.    Zudem konnte ich während meines Jobshadowing – mit dem Geschichtslehrer an der Seite -viele interessante Auszüge aus der Geschichte Narvas und Estlands kennenlernen.            Ein tolles Land, welches ich beruflich und privat gerne wieder besuche!